Metallica machen sich bereit

Metallica machen sich bereit

Die größte und erfolgreichste Heavy-Metal-Band aller Zeiten hat stürmische Zeiten hinter sich. Mit ihrer letzten Platte „Hardwired…to Self-Destruct“ gelang den Veteranen ein erfolgreiches Comeback. Die folgende Tournee durch die größten Hallen der Welt feierte Triumphe, schließlich überzeugten Metallica mit einem innovativen Show-Konzept. Angespornt von den Reaktionen ließen die Amerikaner gleich eine weitere Welttournee folgen. Diesmal zog die Band durch die Stadien. Zumindest so lange, bis eine Erkrankung von Sänger James Hetfield die letzten Shows stoppte. Nach einer längeren Pause gehen Metallica nun daran, ihre Zukunft zu planen.

Alle vier Bandmitglieder arbeiten im Home-Studio

Im Juni plauderte Drummer Lars Ulrich bereits in einem Podcast aus, dass die Band an einem neuen Album arbeiten würde, wenig später legte Bassist Robert Trujillo in einem anderen Podcast nach. Er habe, so erzählte er, die Zeit der letzten Wochen und Monate genutzt, um seine Homerecording-Ausrüstung nachzubessern. So, wie auch seine Bandkollegen, feilt er derzeit in seinem Heim-Studio an neuer Musik. Derzeit arbeiten also alle Bandmitglieder alleine zu Hause an ihren Ideen. Gleichzeitig kommunizieren die Bandmitglieder intensiv untereinander, um sich abzustimmen.

Im „The Vinyl Guide Podcast“ erzählt der 55-jährige Bassist über seine Arbeit und strich hervor, dass die ungewohnte Arbeitsweise durchaus Spaß mache. Jeder ist zu Hause kreativ und baut seine Ideen aus. Antreiber sei die Mentalität der Band, die immer darauf ausgerichtet sei, das Beste möglich zu machen. Sie hätten sich darauf geeinigt, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und gleichzeitig dabei Spaß zu haben. Diese Einstellung habe ihn persönlich dazu motiviert seine Ausrüstung aufzuwerten. Die Zusammenarbeit verlaufe harmonisch, doch wie es weitergeht stehe noch nicht fest.

Die neuen Songs kommen offenbar gut voran

Die Vorarbeiten sollen der Band dann zugutekommen, wenn es wieder gemeinsam ins Studio geht. Dann sind alle extrem gut vorbereitet, das sollte sich beim Aufnehmen bemerkbar machen. Schließlich war es in der Vergangenheit so, dass es eben seine Zeit dauere, bis alle vier Zeit fänden sich im Studio zu treffen. Die Metallica-Mitglieder leben schließlich an vier verschiedenen Orten, eine Abstimmung sei da nicht immer so einfach. Die jetzige Arbeitsweise habe den Vorteil, dass nicht alle am selben Ort versammelt sein müssten. Jetzt werde die Basis gelegt, wenn die Band dann gemeinsam ins Studio gehe, sei sie dann 40 Schritte voraus. Derzeit seien alle sehr aufgeregt ob des neuen Materials. Wann und wo eine neue Platte aufgenommen werden wird, stehe allerdings noch nicht fest.

Die neuen Songs kommen offenbar gut voran

Ulrich zeigt sich zufrieden

Damit bestätigte Trujillo das, was Lars Ulrich zuvor schon erzählt hatte. Seinen Aussagen nach musiziere die Band via Konferenzschaltung miteinander. Dass das klappt, bewiesen Metallica schon vor einiger Zeit, als sie eine akustische Version ihres Klassikers Blackened zum Besten gaben. Die Bandmitglieder schicken sich ihre Ideen gegenseitig per E-Mail und per Zoom zu. Ulrich war mit den Vorarbeiten zum Album sehr zufrieden und beschrieb diese als in erstaunlich gutem Zustand. Seiner Aussage nach habe die Band musikalisch wieder zueinander gefunden. Sie befände sich in einer Art Entdeckungszustand. Der letzte Longplayer von Metallica ist nun rund dreieinhalb Jahre alt, gut möglich, dass die Band in einigen Monaten mit einem neuen Werk zurückkehrt.