Das sind die wichtigsten Alben von Pearl Jam

Das sind die wichtigsten Alben von Pearl Jam

Vor einigen Monaten veröffentlichten Pearl Jam ihr mittlerweile elftes Studioalbum. Nach einer Pause von sieben Jahren ist die legendäre Band wieder zurück. Das ist eine gute Gelegenheit auf die lange Karriere der Grunge-Veteranen zurückzublicken. Immerhin sind Pearl Jam seit 30 Jahren in der Musikszene aktiv und haben in dieser Zeit zahlreiche großartige Werke veröffentlicht. Während die Band zunächst als zweite große Gruppe neben Nirvana die Grunge-Revolution anführte, hat sie sich bis heute längst zu einem eigenständig agierenden musikalischen Fixstern entwickelt. Die folgenden Alben sollte jeder Pearl Jam-Fan zu Hause im Regal stehen haben.

1991 blickte die Welt gebannt nach Seattle. Ein neuer Trend schwappte über den Planeten und begrub alle erfolgreichen musikalischen Strömungen unter sich. Grunge wurde angeführt von zwei dominanten Bands, nämlich Nirvana und Pearl Jam. Diese sahen sich allerdings eher in der musikalischen Tradition von Led Zeppelin und konnten dem Hype doch nicht entkommen. Genau wie Nirvana lehnten Pearl Jam den Ruhm ab. Jene Single, die auf ihrem Debüt „Ten“ die Grunge-Generation ins Herz traf, war „Alive“. Sänger Eddie Vedder war zu diesem Zeitpunkt bereits 27 Jahre alt, doch seine Themen berührten die Teenager jener Zeit. Zwar erschien „Ten“ rund einen Monat vor „Nevermind“ von Nirvana, doch die Band galt immer als Nummer 2 hinter Kurt Cobain und seinen Mitstreitern. Der Pathos von Eddie Vedder war nicht jedermanns Sache, doch der Sound von „Ten“ überdauerte die Zeit mühelos.

Vitalogy markierte einen Wendepunkt

Während der Nachfolger „Vs.“ den Status von Pearl Jam als Superstars zementierte, setzten sie auf ihrem dritten Album „Vitalogy“ erstmals auf Experimente. Es wurde gewissermaßen zum „Weißen Album“ der nunmehr als Individualisten auftretenden Band-Mitglieder. Dennoch kamen die Rocksongs nicht zu kurz, ganz im Gegenteil. Viele der Nummern wurden zu Klassikern, darunter „Corduroy“, „Spin The Black Circle“ und natürlich das berauschende „Better Man“, das wirkt als käme es aus der Zeit ihres Debüts.

Am Höhepunkt

Ähnlich großartig gelang auch der Nachfolger „No Code“. Das stark unterschätzte Album konnte an die Verkäufe der erste drei Werke nicht mehr anschließen und zählt doch zu den Höhepunkten im Backkatalog von Pearl Jam. Erstmals bringt Vedder das Mystische ins Spiel, das so ganz im Gegensatz zu der Bodenständigkeit der Band steht. „Who You Are“ ist ein perfektes Beispiel dafür. Der neue Drummer bewährte sich nicht nur an seinem Instrument, sondern agierte fortan auch als Chefdiplomat der Band. Er beruhigte die Gemüter, wenn die Streithähne mal wieder aufeinanderprallten. Am Ende stand ein Album wie eine Dampfwalze. Es gilt bei manchen Fans als das Beste der Band.

Am Höhepunkt
Am Höhepunkt

Gipfeltreffen der Superstars

Genau zwischen diesen beiden Werken entstand eine Platte, auf der Pearl Jam offiziell lediglich als bessere Begleitband agierten. Doch das Gipfeltreffen von Neil Young und Pearl Jam auf der Platte „Mirror Ball“ ist ein musikalischer Leckerbissen. Young galt von Beginn an als „Godfather of Grunge“ und wollte unbedingt mit seinen Bewunderern arbeiten. Die Plattenfirma von Pearl Jam verhinderte jedoch jeglichen Hinweis auf die Mitwirkung der Band, doch Young fand einen Weg. Er hievte das Schlagzeug von Pearl auf das Cover. Doch das war zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr notwendig. Jeder Musikfan wusste was ihn auf „Mirror Ball“ erwartete. Die beiden Superstars erfüllten die hochgesteckten Erwartungen vollinhaltlich. Das Album ist eine Gemeinschaftsproduktion, auch wenn Sänger Eddie Vedder lediglich auf einem Song zu hören ist.